„Die Taten des Herrn sind wunderbar! Wer über sie nachdenkt, wird Freude an ihnen haben.“ Psalm 111,2
Kinder haben die natürliche Fähigkeit zu staunen. Hinter jeder Ecke entdecken sie Neues, Besonderes, Kleinigkeiten, um sich daran zu freuen. Je älter ein Kind dann wird, desto mehr Reiz braucht es, um staunen zu können. Als Erwachsene stehen wir in der Gefahr, dieses Staunen ganz zu verlieren. Darum müssen wir lernen, zu staunen, uns an den Kleinigkeiten und Wundern in Gottes Schöpfung zu freuen und Gott anzubeten – Ihm dankbar dafür zu sein. Denn nur in der Anbetung Gottes findet der Mensch zum Staunen zurück. Gott anbeten heisst Gott wertschätzen. In der Dankbarkeit und Wertschätzung lernt auch der erwachsene Mensch, immer wieder neu über Gottes Wunder zu staunen.
Das wünschen wir uns und euch, dass wir täglich Dinge sehen zum Staunen und dankbar Sein.
Familie Käser
Es geht uns gut als Familie und wir geniessen einander und jeden Fortschritt, den Tabea macht. Es ist schön, sie zu beobachten und mit ihr zusammen zu Lachen und Kichern. Baden macht ihr sehr viel Spass und einschlafen tut sie sehr ungern. J Leider will sie auch bei Nacht noch 1-2 Mal gestillt werden und so träumt Carmen weiterhin davon, eine Nacht lang durchzuträumen! J Schön ist es, dass wir immer wieder Besuch bei uns haben. So kamen und kommen die Praktikanten und FSJler, die wir im September und Oktober in Empfang genommen haben und in das Leben und Arbeiten hier auf Cashibo eingeführt haben immer wieder zum Essen, Film schauen oder Spielen und auch mit den anderen Missionaren treffen wir uns immer wieder um Gemeinschaft miteinander zu haben.
Buschbrände und Bibelschule
Auch für den zweiten Bibelschulblock sind 40 Bibelschüler mit ihren Familien angereist und es ist sehr schön, dass wir einige von ihnen vom letzten Jahr noch kennen und sie uns, und dass die Schülerinnen von Carmen aus dem letzten Jahr nun ganz glücklich sind, Tabea kennen lernen zu können. Kontakt haben wir mit den Bibelschülern und ihren Familien im Gottesdienst oder bei der Sonntagsschule, beim Volleyball spielen nach Feierabend, beim zusammen Arbeiten am Dienstagnachmittag oder bei uns im Garten und beim Löschen von Buschbränden. In der Trockenzeit von Mai bis September regnet es
kaum bis gar nicht und
daher ist hier dann alles ziemlich trocken. So
kann es sogar
vorkommen, dass unsere Weiden für die Kuhherden anfangen zu brennen, weil sie wegen der Brandrodung, die hier betrieben wird, Feuer fangen. Gemeinsam machen wir uns dann möglichst mit vielen Leuten, mit Traktor, Macheten und Stiefeln auf den Weg, um den Brand zu löschen. Wir schlagen dann von Hand oder mit dem Traktor Schneisen damit das Feuer sich nicht weiter ausbreitet. Danach muss man nur noch diese Schneisen „verteidigen“, so dass das Feuer nicht überspringt. Dazu klopfen wir dann mit Ästen und grossen Blättern wild auf übergesprungene Funken auf dem Boden herum. Hier sind wir dankbar für alle Bewahrung und auch seit einiger Zeit regnet es wieder öfters und die Gefahr von Bränden besteht nicht mehr.
Kindergarten für Missionarskinder
Jeden Donnerstag und Freitagvormittag sind Carmen und Tabea zusammen mit den Missionarskindern im Kindergarten. Die Kinder sind sehr offen und unkompliziert und sie sind mit Interesse und Begeisterung dabei. Im Moment haben wir das Thema Bauernhof. Das ist sowohl für die „Urwaldkinder“ als auch für mich, Carmen sehr intere
ssant. Für die Kinder hier sehen nämlich Kühe so aus, und Schafe so. Pferde mit Hufeisen kennen sie nicht, Heuernte und Getreidesaat kennen sie nur vom Erzählen, so wie ihnen auch die Jahreszeiten und der Herbst als Erntezeit nichts sagen. Das tut mir zum Teil schon ein bissle weh, weil das alles für mich so wichtig ist und „Heimat“ ausmacht. Ich vermisse den Herbst mit den bunten Blättern, den Duft der Erde, wenn man Kartoffeln erntet und sogar den trüben November. Aber dann frage ich mich wieder, was wichtiger ist, zu wissen: wann das Getreide gesät wird oder wie man eine Vogelspinne tötet. Und kann man das eine überhaupt gegen das andere abwägen? Aber wir sind gut zusammen unterwegs und ich versuche, ihnen etwas von meinem Wissen und meinen Erfahrungen weiterzugeben und profitiere von ihrem Wissen, was das Leben hier angeht und ihrer unkomplizierten Art. Und es ist für uns als Familie spannend, wie wir es schaffen werden, dass für Tabea unsere Heimat wenigstens auch ein Stückchen „Heimat“ sein wird.
Aus unserer Wahlheimat senden wir Euch ganz viele liebe Grüsse in die Heimat und den Herbst. Vielen Dank für alle Gebete, alle Grüsse und jede Unterstützung.
Vergelt’ s Gott!
In Ihm verbunden!






































